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Pressemitteilung zum 10. Kongress der Aufarbeitungsinitiativen
verfaßt von TeamStasiopfer, E-Mail: mail [at] stasiopfer.de, 16.05.2006, 23:26 Uhr  
Geteiltes Deutschland – Gemeinsame Geschichte

10. Bundesweiter Kongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Niedersächsiscchen Ministeriums für Inneres und Sport mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen 12. bis 14. Mai 2006 in Königslutter

Königslutter, 14. Mai 2005

Pressemitteilung

Im Ergebnis des 10. Bundeskongresses mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen kommunistischer Gewaltherrschaft erklären die Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur:

Die Landesbeauftragen für die Stasi-Unterlagen und die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fordern eine zügige Umsetzung der in der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU/CSU festgelegten Verbesserung der Rehabilitierungsregelungen für Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR politisch verfolgt wurden. 16 Jahre nach der deutschen Einheit ist es endlich an der Zeit, diejenigen angemessen zu würdigen, die sich unter den Bedingungen der Diktatur für Freiheit und Demokratie eingesetzt haben und deswegen verfolgt wurden.

Angesichts der vielfältigen Tendenzen, die Verhältnisse in der DDR schönzureden, fordern die Landesbeauftragten und die Stiftung Aufarbeitung, die kritische Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur stärker als bisher als gesamtdeutsche Aufgabe zu begreifen. Um hier ein Zeichen zu setzen, fand der Kongress mit Niedersachsen zum ersten Mal in einem westdeutschen Bundesland statt. Auch in Flensburg und Regensburg, in Hamburg oder Gelsenkirchen muss jungen Menschen an Schulen und Hochschulen die DDR-Diktatur als Teil der deutschen Geschichte vermittelt werden. Auch die westdeutsche Gesellschaft darf sich der vielfach schmerzhaften Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte nicht entziehen. Ein gesellschaftlicher Konsens über den diktatorischen Charakter der DDR ist eine unverzichtbare Grundlage für die demokratische politische Kultur in der Bundesrepublik.

Rückfragen an:
Gerhard Ruden
Landesbeauftragter für Sachsen-Anhalt für die Stasi-Unterlagen
Tel. 0391 567 5051

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    Pressemitteilung zum 10. Kongress der Aufarbeitungsinitiativen  - TeamStasiopfer, 16.05.2006, 23:26
 
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