verfaßt von Peter Ziesecke, E-Mail: keine Email, 28.05.2006, 18:42 Uhr
Lieber Mario!
Im wesentlichen kann ich mich Deiner Argumentation anschließen. Auch Dr. Koch trifft den Kern der Gesamtaussage nämlich den Vorwurf der Geschichtsklitterung. Ich selbst sehe das trotzdem etwas anders, muß auch einer normalen nicht betroffenen Leserin ein wenig Recht geben (bezüglich der Vermarktung).
Es ist meines Erachtens gut, daß sich Donnersmarck an dieses Thema rangewagt hat. Jeder realitätsnahe Beitrag, ob im Film, Fernsehen oder in der Presse, der sich mit dieser menschenverachtenden Diktatur und ihren Auswirkungen beschäftigt, ist zu begrüßen. Auch auf die Gefahr hin, bei diesem ernsthaften Anliegen in der schöpferischen Deutung bestimmter Abläufe im filmischen Schaffen, der journalistischen Freiheit kräftig danebenzuliegen, müssen wir hinnehmen. Natürlich haben wir das Recht, im nachhinein Kritik zu üben und unseren Standpunkt unmißverständlich darzulegen. Das ist auch gut so. Letztendlich besteht auch die Gefahr der Geschichtsklitterung. Nur- wir leben in dieser Welt und sind auf die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit angewiesen. "Public Relation" darf uns nach meiner Deutung kein Fremdwort sein!Was nutzt es, wenn wir uns in unseren Schmollwinkel zurückziehen. Damit ist niemanden geholfen! Wir müssen uns dieser Situation offensiv stellen und nicht nur in unseren Foren Meinungen austauschen.Uns schadet Selbstmitleid und Verbissenheit. Also ran an Donnersmarck,ihm Mut gemacht und mit ihm zusammen ein neues von Tausenden Schicksalen herausgesucht, spannend erzählt und als annähernd authentisches Filmepos in unsere Kinos gebracht!
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