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teistler hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 19:12:18 CEST

Hallo Volker Dau ! 
Ich kann vielleicht nicht viel zum Fall Gartenschläger sagen.Habe zu der Zeit auch in Brandenburg gesessen und bin mit ihm am 9.6.71 vom Westen freigekauft worden. 
G.hat eine Ausbruchsversuch unternommen,was mißglückte,war unter allen in Brandenburg ein Name.Er ist ja zu lebenlänglich verurteilt worden und dies als Jungendlicher was rechtswidrig war.Die waren in Straußberg wohl 15 Mann er, und ich komme nicht auf den Namen, sind zu lebenslänglich verurteilt worden.G.ist nach Hamburg und der andere wohl nach Berlin gegangen.Nach dem Abbau der Selbstschußanlagen und dem Tod,stand ein Artikel im Spiegel, der meiner Meinung nach nicht übertrieben war, bloß welches Jahr das war? 
Ich weiß noch die Kirche hat sich für ihn auch sehr eingesetzt. 
Wenn es Dir um Personen geht die im Umfeld von Hamburg waren,da kann ich garnichts sagen.

Admin Kommentar: Mehr zu Michael Gartenschläger finden Interessierte hier: 
 
http://www.michael-gartenschlaeger.de/index.html

 
Ulrich Ingenlath hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 18:49:23 CEST

`Schärfe und Menschlichkeit´ von Jens Bisky im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung vom 29. März 2006 (S. 13).  
Ein hervorragender Artikel zu der Frage, wie das vereinigte Deutschland mit dem MfS und seinen Opfern umgeht. Grundlage ist die aktuelle Debatte zum Berliner Skandal um die Diskussionsverantaltung in Hohenschönhausen am 14. März 2006.

Admin Kommentar: Danke für den Hinweis. Auszüge aus der Tagespresse sind in unserem Forum nachlesbar.
 
Gisela Hinse hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 18:44:30 CEST

Nachdem ich gestern den Film "Das Leben der anderen" gesehen habe,kamen bei mir sehr viele Erinnerungen hoch. Ich wurde 1952 in der DDR geboren, mein Vater wurde im Januar 1955 von der Stasi verhaftet u. nach einem "Schauprozeß" zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. ("Roter Ochse" in Halle u. Volkstedt Kupferbergbau) Er kam dann im Sommer 1956 aufgrund einer Amnestie frei. Sein Ziel war die DDR so schnell wie möglich zu verlassen, da er seine Arbeit verloren hatte (Die Stasi tauchte nach seiner Entlassung noch mal auf u. wollte ihn anwerben !!) u. er auch befürchtete, dass mir keine gute Schulbildung/Studium zugänglich sein würde. (Schon damals kursierte im "Knast" die Befürchtung, dass die Grenzen der DDR dicht gemacht werden sollten.) Meine Eltern verließen dann sehr schnell die DDR. Mein Vater ist inzwischen verstorben - ohne einen Antrag auf Akteneinsicht bei der Birthle Behörde gestellt zu haben. Ich habe das jetzt nachgeholt, habe aber noch keinen Termin für eine Einsicht erhalten. Mein Vater hat nur - im Rahmen einer Haftentschädigung nach der Wende - sein Urteil von 1955 in Kopie erhalten. Aber ich war als Tochter über den ganzen Vorgang sehr gut informiert, da es immer wieder Situationen gabe, wo mein Vater dieses traurige Kapitel seines Lebens, erzählte (übrigens sehr spannend u. auch mit fast 90 regte er sich beim Erzählen noch auf !) Ich selbst kann mich nur noch an die Hausdurchsuchungen erinnern u. an einige Besuche bei meinem Vater einmal zum Prozeß u. im Zuchthaus. Nach seiner Rückkehr waren die Haare meines Vaters weiß - mit 43 Jahren. Die Beiträge auf Ihrer Seite haben mich teilweise sehr nachdenklich gemacht, wieviele von diesen Juristen , Stasimitarbeitern etc. sitzen wieder "mit dem Hintern in der Butterschüssel " wie wir hier in Westfalen sagen ? 
Leider wird dieses Kapitel unserer jüngeren Geschichte viel zu wenig aufgearbeitet. Meine Kinder sind auch in der Schule nur wenig mit DDR Geschichte etc. konfrontiert worden. Bei einem Berlinbesuch sollte ein Besuch von Hohenschönhausen Pflicht sein ! 
Arbeiten Sie weiter an der Seite u. informieren Sie, damit so etwas nicht wieder in diesem Land passiert !Leider gibt es immer noch ewig Gestrige.

Admin Kommentar: Die Stasiakten Ihres verstorbenen Vaters können Sie leider nur dann einsehen, wenn Sie "wichtige Gründe" geltend machen können. Ansonsten gibt es den Schutz der Persönlichkeitsrechte auch weit über den Tod des Betroffenen hinaus. Ihre Mutter kann eine Akteneinsicht nachvollziehbarer begründen. Eine Gesamtakteneinsicht werden Sie, nach dem Stasiunterlagengesetz, nicht bekommen.
 
Torsten (Torte) hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 18:42:34 CEST

Auf Grund mehrerer Anfragen noch eine Erklärung zu meiner Anfrage. KBL war ein Arbeitskomando in Haus 3. Der Betrieb hatte den Namen Kontaktbauelemente Luckenwalde. Dort mussten wir Relais für die Post verlöten.

Admin Kommentar: Sie können gerne einen persönlichen Erfahrungsbericht über Ihre politische Haft in Brandenburg schreiben. Wir publizieren zukünftig ausgesuchte und lesenswerte authentische Zeitzeugenberichte.
 
Torsten (Torte) hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 18:42:06 CEST

Wer war von 1984 bis 1987 in Brandenburg pol.inhaftiert?Kommando KBL? 
Bitte Mail an mich. 
Vielen Dank

Admin Kommentar: Viel Glück!
 
derksen hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 18:39:19 CEST

Hallo zusammen 
 
Ich bräuchte jemanden, der mir bei einer Schulrecherche (Berlin Klassenfahrt)helfen könnte. Dazu bräuchte ich einen ehemaligen Stasigefangenen, der mit einer Gruppe von mir eine Führung durch ein Berliner Stasigefängnis machen und uns nähere Details nennen könnte. 
 
Bitte an meine e-mailadresse nützliche Info's schicken. 
 
mfg Mr.Derk

Admin Kommentar: Wenn keine passenden Reaktionen kommen sollten mailen Sie uns - wir vermitteln Ihnen gerne Kontakte zu eh. pol. Häftlingen vor Ort.
 
Monika Ehrentraut hat geschrieben am Di 04 Apr 2006 18:32:06 CEST

Wer kannte in Cottbus einen Gerhard Natusch? Der Mann hat aus mir und meinen Schwestern  
(Kinder von Evakuierten aus der Berliner Großindustrie) 1946 einzelne nicht-identifizierbare Ost-Flüchtlingskinder gemacht. In den 60er Jahren kam er dann über die Cottbusser Stadtverwaltung nach Dresden in den Rat des Bezirkes. Wir Kinder wussten bald nichts mehr voneinander und die Cottbusser haben alle Unterlagen über uns vernichtet. Seit 1970 hat jede von uns, ohne von den anderen zu wissen, in Cottbus nachgefragt. Dort verweigert man bis heute jede Hilfe und bleibt trotz positiver Gen-Analyse bei der Flüchtlingsgeschichte trotz positiver Gen-Analyse. Hat dieser Natusch noch andere Leben kaputt gemacht ? 
Monika E., genannt M.Osten

Admin Kommentar: Wenn Sie Hilfe bei für Sie schwierigen Anliegen benötigen, bitten wir Sie direkten Kontakt zu den Landesbeauftragten aufzunehmen. Dort finden Sie jederzeit qualifizierte Mitarbeiter die so gut als möglich behilflich sind. Adressen finden Sie auf unseren Internetseiten.
 
Hermann hat geschrieben am Mi 08 Mär 2006 23:52:13 CET

Suche ehemalige Häftlinge, die in der Zeit von 1981 bis Mitte 1982 in der Haftanstalt Bitterfeld auf dem Schwellenplatz gearbeitet haben. Als Zeugen für Haftspätschäden. 


Admin Kommentar: Hinweise über Gesundheitsbeeinträchtigungen ergeben sich evtl.über Ihre Strafvollzugsakte - diese werden im Bundesarchiv mit der zentralen Häftlingskartei gelagert. Mehr Informationen finden Sie über unsere Suchfunktion.
 
Martin Schulze hat geschrieben am Mi 08 Mär 2006 23:50:20 CET

Liebe Leser, 
mit großem Interesse las ich in den letzten Tagen die Ausführungen über die Haftzeit politisch verurteilter Jugendlicher von Axel Reitel. Die Schrift ist "Dr. Köster-Verlag" in Berlin beziehbar und gibt einen sachlichen Einblick in den erschreckenden Alltag politisch Gefangender im Jugendhaus Halle.  
Ich selbst war 1984/85 aus politischen Gründen (öffentliche Herabwürdigung - § 220 StGB) nach der Stasi-Untersuchungshaft im Jugenhaus in Wriezen inhaftiert. Trotz langer Recherchen konnte ich bisher keinerlei Aufarbeitungen über das Schicksaal der in dieser Haftanstalt politisch gefangenen Jugendlichen finden. 
Vielleicht gibt es ja unter Euch den einen oder anderen, der ebenfalls in Wriezen oder auch in einem andern Jugenhaus gesesses hat, und an einer gemeinsamen Dokumentation dieser Zeit interessiert ist. Mein Anliegen hierbei ist nicht, Vergeltung gegenüber ehemaligen SV-Leuten zu üben. Vielmehr geht es mir um eine reine, sachliche Recherche über den Strafvollzug an politischen Gefangenen im Jugendhaus Wriezen. 
Über Nachrichten würde ich mich sehr freuen. 
Euch allen, besonders auch den Gestalten dieser Seite viele Grüße. 
Martin Schulze.

Admin Kommentar: Für Ihre Anfrage empfehlen wir folgende Seite: 
 
http://www.jugendwerkhof.info/

 
Paul hat geschrieben am Mi 08 Mär 2006 23:33:39 CET

Hallo.Ich bin zutiefst erschüttert.Habe im letzten Jahr das Stasi Untersuchungsgefängnis mit meiner Frau und Bekannten in Hohenschönhausen besucht.Das lässt mich bis heute nicht los. Als ich in der Straße ankam,wo sich das Gefängnis befindet,fragte ich eine ältere Frau die gerade aus einem Supermarkt kam nach diesem Stasiknast.Als Antwort sagte sie ganz aufgebracht: So was gibt es hier nicht.Da kann man doch mal sehen.So wie ich gelesen habe, hat die PDS in diesem Bereich heute noch sehr viele Wähler.Wenn mir so ein Schicksal dort in dem Gefängnis widerfahren wäre,würde ich jeden Abend an einer anderen Haustür klingeln.Viele Juristen aus dieser Zeit sind heute noch in Amt und Würde.Die Opfer tun mir alle Leid. Nicht wieder gut zumachen.

Admin Kommentar: Die PDS wurde zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses 2001 im Stadtteil Hohenschönhausen mit weit über 50% der Stimmen gewählt.Überwiegend sorgen ehemalige SED-Mitglieder für das enorm hohe Wahlergebnis der Nachfolgepartei.
 
Ben hat geschrieben am Mi 08 Mär 2006 23:29:58 CET

Hi Elke und Manfred, 
 
der Film wird auf der Berlinale im Panorama drei Mal gezeigt. Aber da wirst Du keine Karten mehr kriegen:-) Kuck doch mal auf: 
 
http://www.bauderfilm.de/jeder_schweigt.html 
 
Mein Pa saß 2 (!!) Jahre in Cottbus und redet auch nicht darüber. Hier noch eine Pressemeldung zum Film (mehr findet Ihr vielleicht bei Google News): 
 
jeder schweigt von etwas anderem (last to know) von Marc Bauder und Dörte Franke 
 
Im Dokumentarfilm jeder schweigt von etwas anderem gehen Marc Bauder und Dörte Franke den Erfahrungen ehemaliger „Staatsfeinde der DDR“ nach: einer Reiseleiterin, eines Pfarrerehepaares und eines Schriftstellers. Die heutige Erinnerung an die DDR liegt oft in einem milden Licht, dagegen zeigt der Film eine harte Wirklichkeit, deren Folgen noch lange nicht verheilt sind. Drei Familiengeschichten vor dem Hintergrund der geschätzten Zahl von 250.000 politischer Häftlinge des SED-Regimes.

Admin Kommentar: Der ZDF-Sendetermin wird, nach Festlegung, auf unserer Seite rechtzeitig angekündigt. Angemeldete Besucher erhalten auf Wunsch unseren Newsletter (2-monatige Zusendung) mit umfangreichen Terminankündigungen.
 
Volker.Dau hat geschrieben am Mi 08 Mär 2006 22:15:13 CET

Toll,Eure Aktivitäten! 
Suche Infos über folgende Personen aus dem "Umfeld"von Michael Gartenschläger:Udo Albrecht,Lothar Lienecke,Achím Wünsche. 
Hat jemand was? Bitte mailen. Gruß Volker

Admin Kommentar: Versuchen Sie es unter:  
 
http://www.todesautomatik.de

 
kati hat geschrieben am Mi 08 Mär 2006 22:14:05 CET

Aktuelle Mitteilung vom Ministerium zum so. Entschädigungsrecht: 
 
www.BMAS.bund.de  
 
- Soziale Entschädigung - Newsletter zum Sozialen Entschädigungsrecht anfordern - immer auf dem neuesten Stand 
kati

Admin Kommentar: Vielen Dank für den Hinweis!
 
Carmen hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 21:08:14 CET

Liebe LeserInnen, 
 
ich möchte Euch auf eine Beratung für Opfer der DDR-Diktatur aufmerksam machen: 
 
http://www.diktatur-folgen-beratung.de 
 
Die Administratoren dieser Seite bitte ich um Aufnahme der Internetadresse in Ihr Linkverzeichnis. 
 


Admin Kommentar: Vielen Dank für den Hinweis - wir werden den Link in unser Verzeichnis aufnehmen und redaktionell besprechen.
 
Heinz Bleck hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 21:07:19 CET

Hallo,wer war 4/1981 bis 5/1982 in Cottbus inhaftiert?Suche alte Leidensgefährten,bitte meldet euch. 
 
MfG 
 
Heinz Bleck

Admin Kommentar: Siehe Kommentar zuvor
 
Heinz Bleck hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 21:05:43 CET

Hallo, 
 
ich suche ehemalige Mithäftlinge, die ca. 5/1981 bis 4/1982 in Cottbus inhaftiert waren.Bevor die Erinnerung ganz verblasst, versuche ich die Erinnerungen wieder aufzufrischen. 
 
MfG 
 
Heinz Bleck

Admin Kommentar: Es gibt einen Arbeitskreis eh. pol. Häftlinge aus Cottbus - informieren Sie sich bitte über die UOKG, siehe: 
 
www.uokg.de

 
Olaf Karasch hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 21:01:41 CET

Was ist eigentlich aus den Staatsanwälten und Richtern der DDR geworden? 
Ich erinnere mich sehr gut an das Kreisgericht Leipzig-West,dort wurde ich wegen versuchter Flucht §213 DDR Strafgesetzbuch zu 2 Jahren und 4 Monaten im schweren Fall verurteilt. 
Richter Funk und Staatsanwalt Rast haben die Verhandlung geführt. 
Beim Kreisgericht Leipzig West gab es noch eine Richterin Brandis, die soll noch schlimmer gewesen sein. 
 
Wo sind diese Verbrecher heute? 
 
Olaf Karasch aus Ulm

Admin Kommentar: Die Verantwortlichen des Unrechts der SED-Diktatur dürfen sich heute zumindest darauf berufen nach damals vorherrschendem Recht und damit korrekt gehandelt zu haben. Als Straftäter wurde Richter, Staatsanwälte und Verhöroffiziere nur dann verurteilt, wenn es Beweise auf extreme Menschenrechtsverletzungen und Willkür innerhalb des DDR-Rechts gab.
 
Elfie hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 21:01:31 CET

Was uns da erwartete, als er in der Türe stand, entlassen aus B., Mitte der 50-ger, wegen antisowj. Propaganda: war ein Pädophiler und Sexualtäter, der Tochter, Sohn, Verwandte und später die Enkelin sex. missbraucht hat, die selber inzwischen Entschädigung nach dem OEG bezieht, schwer krank ist, der 64. j. Sohn stottert, beziehungsunfähig, Tochter Borderlinerin. Alle schwiegen aus Angst vor ihm. Durch seinen Tod waren wir alle befreit.

Admin Kommentar: Straftaten sind ebenso zu verurteilen wie politische Verfolgungen jeglicher Art in einer Diktatur.
 
mogli hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 20:55:08 CET

sorry habe vergessen die Adresse anzugeben http://zwangsadoptionen.be

Admin Kommentar: Wir werden Ihren Link in unser Verzeichnis aufnehmen.
 
mogli hat geschrieben am Mi 01 Feb 2006 20:54:33 CET

Zwangsadoptionen in der DDR Eine Seite zur information und Aufklärung ... Betroffene sollen hier Hilfe finden, freuen würde es uns selbstverständlich, wenn sich hier im Laufe der Zeit Familienmitglieder wiederfinden dazu gibt es einen Mitgliederbereich in dem man sich anmelden kann 
 
Ich suche auf diesem Weg bertoffene Mütter, väter und Kinder

Admin Kommentar: Wir wünschen Ihnen viel Glück!
 
 
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